Heutzutage sollte jeder semi-professionelle Webdesigner die nicht allzu hohe Kunst der suchmaschinenfreundlichen Templates im Schlaf beherrschen. Und doch findet man nicht selten noch manchen Irrglauben vor. Beispielsweise den, das eine auf Textlinks basierende Seitennavigation bereits vollkommen ausreicht, um Google und Konsorten den karmesinroten Pixelteppich ausgerollt zu haben.
In einigen wenigen Fällen mag das auch tatsächlich genügen. Realistisch gesehen allerdings muss ein Webdesigner sich, zusätzlich zum “Spider”-freundlichen Navigationsschema, mit dem System des Cross Linkings zwischen einzelnen Seiten mit verwandtem Inhalt befassen – zumindest, wenn er optimale Ergebnisse erzielen möchte.
Was bedeutet das nun im Klartext für, sagen wir, einen eShop?
Natürlich ist das primäre Ziel jeder einzelnen Produktseite der Klick auf den “In den Einkaufswagen legen”-Button. Und davon soll den Besucher auch bitteschön nichts ablenken. Oder …?
Welche Gründe hat es in der Regel, wenn der profitbringende Mausklick ausbleibt? Der Preis könnte zu hoch gewesen sein, die Wunschgröße nicht lieferbar, die Farbe nicht den Vorstellungen entsprechend. In solchen Fällen rettet Cross Linking vielleicht den Geschäftsabschluss – und zwar, indem die Produktseite unaufdringlich, aber gut sichtbar zu zwei oder drei ähnlichen Angeboten führt.
Eine Variation dieser Strategie nennt sich “Cross Selling” und ist von den Marktführern her altbekannt: “Wird häufig zusammen gekauft mit …”, gefolgt von Verlinkungen zu sinnvollen Zusatzkäufen zum soeben betrachteten Artikel.
Aufs Wesentliche reduziert vermittelt Cross Linking sowohl den Suchmaschinen als auch den Besuchern ein klares Bild davon, welcher Inhalt der relevante ist. Bei der vorhin als Beispiel herangezogenen eCommerce-Webseite sind das, natürlich, sämtliche Produktseiten. Es ist eine simple, grundlegende Mechanik, mit der es sich auszukennen lohnt.


